Hors les murs

JEUNES POUSSES

EINE GEMEINSCHAFTSAUSSTELLUNG VON 27 KÜNSTLERN IN DEN GÄRTEN DES CHÂTEAU DE VULLIERENS

Mit: Virginie Delannoy, Simon Deppierraz, Philippe Barde, Cedric Bregnard, Claude Cortinovis, Charlotte Guinot-Bacot, Tarik Hayward, Luzia Hürzeler, Tami Ichino, François Jeannin, Julia Sørensen, Thomas Maisonnasse, Andreas Marti, Gianluigi Masucci, Isabelle Monnier, Gianni Motti, Nicolas Muller, Virginie Otth, Ursula Palla, Sandrine Pelletier, Valentina Pini, Sandra Pointet, Jean Scheurer, Grégory Sugnaux, Peter Wüthrich, Vincent Kohler, Orianne Zanone

In der Küche bereichern „Jeunes Pousses“ – junge Triebe – das Menü um ein willkommenes Plus an Vitaminen und Mineralien. Es heißt, die jungen Triebe seien einfach anzubauen, viel frischer und knackiger als die Supermarktware aus dem Treibhaus und ein gutes Mittel, um Frische und Originalität auf den Tisch zu bringen. In diesem Frühjahr steht der Genuss einer anderen Art von „Jeunes Pousses“ an, fern vom Esstisch, in den Gärten des Château de Vullierens. Diese jungen Triebe sind eher ein Augen- als ein Gaumenschmaus, die Früchte junger einheimischer und internationaler Künstler, die hier ihre Reflektionen mit der Landschaft in Relation setzen. Seit Jahrhunderten stand dieses Thema im Mittelpunkt der Arbeit von Malern. Hier erlebt es nun seine Neuauflage in den Werken der 27 Künstler, die sich in der Scheune und der beeindruckenden Reitallee ausbreiten. Das Zentrum für zeitgenössische Kunst von Yverdon-les-Bains hat für die Förderung von Künstlern aller Generationen, einschließlich der jungen Triebe, Carte Blanche erhalten. Aufgetischt wird eine Palette frisch zubereiteter Kunstwerke, eingebettet in die Landschaft.

Die Ausstellung in der Scheune enthält ein Selbstporträt aus Abfällen (Virginie Delannoy), reflektiert in einem Spiegel. Auf der anderen Seite des Spiegels, oben an der Treppe, breitet sich die Ausstellung entlang eines versetzten Horizonts aus. In verspielter Sprache lassen 16 Künstler gemeinsam ihre Vorstellung der Landschaft erstehen. Hier treffen Sie auf Woody, einen Vogel aus Holz (Vincent Kohler), der möglicherweise Globen ausgebrütet hat (Isabelle Monnier), um so eine Welt zu erschaffen, in der Spuren eines Tafelvulkans anzutreffen sind (Nicolas Muller), ebenso wie kriechende Pflanzen (Tami Ichino), verschiedene Holzarten (Cédric Bregnard, Jean Scheurer, Andreas Marti), Flechten (François Jeannin) ein Fluss in Schönschrift (Gianluigi Maria Masucci) sowie unwirkliche Früchte (Valentina Pini). Die Jahreszeiten sind hier aufgehoben, Fotografien von Eis sehen aus wie gemalt (Sandra Pointet) und hinterlassen ihren Eindruck in Terrakotta (Philippe Barde). Im zweiten Stock sollten sie keine schlafende Katze wecken (Luzia Hürzeler), sich vor dem explodierenden Blumenstrauß in Acht nehmen (Ursula Palla), der seine Einzelteile auf Sockeln hinterlässt (Charlotte Guinot-Bacot) und eine fragmentarische Ansicht von Laub eröffnet (Thomas Maissonnasse). Zu dieser Vision tragen drei Definitionen aus einem „Effaire“ bei, einem Wörterbuch, das sich ausschließlich dem Buchstaben F widmet (Julia Sørensen) und das zum Ausdruck bringt, was andere in Form eines Mosaiks stempeln (Claude Cortinovis) oder in Schwarz und Weiß konstruieren (Sandrine Pelletier). Sehen Sie nach oben! Nicht Bücherwürmer, sondern Büchervögel sitzen auf den Balken der Scheune. Vielleicht sind einige von ihnen vom Rand der Reitallee eingeflogen (Peter Wüthrich).

Dort nämlich haben elf Künstler die hundertjährigen Bäume mit Beschlag belegt und laden Sie dazu ein, durch diesen grünen Bereich zu promenieren. Am Eingang betont Virginie Otth die sequentielle Abfolge der Stämme und bietet Ihnen ausgefallene Perspektiven auf die Landschaft. Eingelassene Schränke scheinen das Sujet der Eingangstür in Alices Wunderland von Lewis Caroll wieder aufzunehmen (Virginie Delannoy), flankiert von einem Baum im Sonntagsstaat (Vincent Kohler) und dem Traum, Königin des stattfindenden Dorffestes zu sein (Isabelle Monnier). Strukturen konkurrieren mit der Textur der Bäume (Grégory Sugnaux). Heterotopie (Orianne Zanone), Auszeichnungsschild (Gianni Motti), Katapult (Simon Depierraz), ökologische Bilanz (Tarik Hayward) oder Geländerpfosten (Nicolas Müller) – die Fülle des Schaffens der elf im Freien ausstellenden Künstler entführt Sie weit aus der Sie umgebenden Landschaft hinaus, in ein mentales, fantastisches und zuweilen auch begriffliches Universum. Ein farbenfroher Spaziergang im Grünen.

Texte en français

Adresse
Jardins du Château de Vullierens
CH - 1115 Vullierens
https://jardindesiris.ch/
Horaires
Tous les jours de 9h à 18h
Dates
Du 6 mai au 18 juin 2017
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Ville d'Yverdon-les-Bains
   
   
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